Modell-Oberleitung in H0
Zu schwierig? - nein -
Fahrdraht löten
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Quertragwerke
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Auf diesem Bild fehlen die seitlichen Zuggewichte (Attrappen). Auf dem Bild sind 2x 1308 Turmmast u. 1x 1310 Quertragwerk.

Auf dem Foto handelt es sich um ein Vollmer Quertragwerk (1310) und Vollmer Turmmasten (2x1308)

Als Quertragwerk bezeichnet man eine Konstruktion aus dem Oberleitungsbau , die es ermöglicht mehrere Gleise , mit nur 2 Masten (Turmmasten) zu überspannen , um die Fahrleitungen zu befestigen. Durch diese Vorgehensweise kann man jede Menge "normale" Masten einsparen und ein Masten Chaos vermeiden. Zudem spart man Platz zwischen den Gleisen , da hier nun keine Mastfüße mehr stehen müssen.

Ein Quertragwerk empfiehlt sich schon ab dem 3 Gleis und mehr. Brauche "ich" ein Quertragwerk ?         Ja , sonst würdest Du das hier nicht lesen. Außerdem braucht ein Modellbahner "alles" was mit Modellbahn zu tun hat.

Ohne Spaß , wenn man erst einmal mit Oberleitungen eingestiegen ist , kommt man früher oder später um Quertragwerke nicht herum.                Optisch ein Leckerbissen und auch technisch zu empfehlen.

Hier im Detail die Funktionsweise. Gut zu sehen wie die Kunststoff - Halter in den Draht geklipst werden.

Auf dem oberen Bild zu erkennen , hängen die Fahrdrähte ca. 3mm unter den eigentlichen "Tragseilen" aus Draht. Diese 3mm haben es beim Selbstbau jedoch in sich. Dieser Umstand ist beim Selbstlöten unbedingt zu berücksichtigen. Bedeutet man muß die seitlichen Aufhänger (die in den Mast geklebt werden) um 3mm nach unten versetzen.

! Wer jedoch Wert auf getrennte Fahrleitungen legt , dem sei vom Selbstbau abgeraten ! Dies würde zu schwierig und nicht mehr lohnenswert.

Zum vergrößern bitte auf das Bild klicken.Am linken Turmmast ist meine Technik gut zu erkennen.Als Aufhänger habe ich Bahnschwellen benutzt.(entsprechend angebohrt und an den Mast geklebt)

Wer sich jedoch wie ich , für nur 1 Oberleitungs-Stromkreis entscheidet , ist der Selbstbau eine echte Alternative mit etlichen Vorteilen aber auch Nachteilen (Optisch). Aber diesen Kompromiss müssen Wir ständig machen.


Auf der Skizze ist meine Arbeitsweise leicht zu erkennen. Ich habe anstelle der normalerweise einzeln ausgeführten Verbindungsstreben , jeweils 2 Streben über jedem Gleis eingelötet. Das offene Fahrdrahtende wird nun in das entstandene Rechteck eingesteckt und unten eingehängt.

Da ich meine Bahn analog , also ohne Digitales "Teufelswerk" betreibe , bin ich ohnehin darauf angewiesen in mehrere Stromkreise einzuteilen. Da ich jedoch nicht übertreiben möchte und auch den Überblick nicht verlieren möchte , gibt es bei mir nur 4 Stromkreise. 3 Stromkreise werden über die Gleise getrennt bzw. versorgt. Der 4. Stromkreis ist die Oberleitung , die jedoch die 3 anderen Stromkreise "überspannt". Dies bedeutet , ich kann ohne Rücksicht auf die vorhandenen "Trennstellen" oder Trafo-Zuständigkeiten , meine Gesamte Anlage mit Oberleitungsstrom (also nur 1 Transformator) befahren.  Möchte ich mehrere E-Lok`s gleichzeitig betreiben , stelle ich diese halt auf Schienenbetrieb um.

Das bedeutet also , ich kann 4 Züge gleichzeitig und unabhängig bewegen. Bei einer analogen und kleinen Anlage wie meiner fast schon zu viel.          Deshalb der Entschluss wenigstens die "Oberleitung" uneingeschränkt auf der gesamten elektrifizierten Strecke nutzen zu können. Hierbei können selbst falsch gestellte Weichen ohne Ruckeln "aufgeschnitten" werden.

Einzige Voraussetzung für diese Vorgehensweise ist , zum trennen der übrigen Stromkreise ist immer nur das gleiche Gleis zu verwenden (entweder das Innere oder das Äußere) wenn ich mich innerhalb eines Kreises befinde. Auf diese Weise bleibt 1 Gleis durchweg erhalten und kann als zweiter Pol ohne Einschränkung für die Oberleitung genutzt werden. Dies gilt insbesondere natürlich auch für Abstell-Bereiche wo immer diese auch angelegt werden.

Wer sich dieser Vorgehensweise anschließen möchte oder seine Anlage ähnlich betreibt , kann seine Quertragwerke ohne Probleme selbst herstellen.

Zum Selbstbau benötigen "Wir"    Turmmasten + Draht                               Die Turmmasten habe ich ausnahmsweise "Neu" gekauft (werden bei Ebay zu wenig angeboten). Der günstigste Anbieter , den ich gefunden habe , war oder ist:        Jockel`s Hobbyecke          
Den Rest habe ich selbst gelötet. Zum "Aufhängen" der Quertragwerke habe ich teils original "Aufhänger" (Reste) benutzt.Diese müssen dann jedoch um 180 Grad gedreht werden und quasi von unten nach oben eingeschoben werden. Hierdurch verlagern sich die Bohrungen um ca. 5mm nach unten. Das ist wichtig , da unsere Fahrdrähte sonst zu hoch liegen.(Bei älteren Lok`s kommen die Stromabnehmer nicht mehr dran) Da bei den Turmmasten keinerlei Zubehör dabei ist , mußten die restlichen "Aufhänger" aus Bahnschwellen selbst gebohrt und angeklebt werden. Um die richtige Höhe zu erreichen , kann man sich sehr gut an den Aussparungen im Mast orientieren.

Nur die Masten sind nicht selbstgemacht.

Wie auf dem oberen Bild zu sehen , habe ich mich entschlossen "Quertragwerke" einzusetzen. Achtung: Die Fahrleitungen sind elektrisch nicht getrennt !

Vorher

Nachher


vorher

jetzt


Selbstverständlich ist das Geländer im Vordergrund auch aus "meinem" Draht entstanden. Gilt im übrigen auch für die "Beschilderung".  Langsam beginnt die Anlage ein Gesicht zu bekommen.

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